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Schrottimmobilien

Fachbeitrag im Bank- und Kapitalmarktrecht

Historie

Die derzeitigen niedrigen Zinsen und der boomende Immobilienmarkt verleiten viele Menschen dazu, in Immobilien zu investieren. Doch Vorsicht ist geboten, denn nicht alles, was gut aussieht, ist auch wirklich rentabel.
Die erste Phase von dubiosen Immobilienverkäufen ereignete sich Anfang der 90er Jahre nach der Wiedervereinigung. Viele Käufer gerieten damals in finanzielle Schwierigkeiten. Bauunternehmen, Vermittler und Banken arbeiteten zusammen und verkauften potenziellen Kunden Wohnungen als sogenannte „Rundum-sorglos-Pakete“. Oftmals wurde vorher ein „cold Call“ getätigt, also ein unerwarteter Anruf mit dem Ziel, einen Beratungstermin zu vereinbaren. Bei diesen Terminen, entweder zu Hause beim Käufer oder im Büro des Vermittlers, wurden den Interessenten die Vorteile des Immobilienerwerbs schmackhaft gemacht.
Besonders hervorgehoben wurden dabei die Altersvorsorge, steuerliche Effekte und die Gewinnmöglichkeiten nach 10 Jahren. Alle Beteiligten verdienten dabei viel Geld, außer den Käufern. Die Kaufpreise waren derart hoch, dass die Provisionen oft doppelt so hoch waren wie der Wert der Immobilie. Nachdem die erste Welle abgeklungen war, gab es in den frühen 2000er Jahren eine zweite Phase. Die Anbieter wollten weiterhin profitieren und suchten nach einer neuen Generation von ahnungslosen Investoren. Während in den 90er Jahren oft baufällige Häuser zu überhöhten Preisen verkauft wurden, lag der Fokus in der zweiten Phase auf historischen und renovierten Objekten. Die exorbitanten Preisaufschläge blieben jedoch bestehen. Als Reaktion auf schärfere Gesetze wurden die Provisionen angepasst, überschritten aber nur knapp die sittenwidrige Grenze. Aktuell zeichnet sich bereits eine dritte Phase ab, da Anleger Schwierigkeiten haben, ihr Geld in werthaltige Investitionen zu stecken, und die Vermittler weiterhin überhöhte Wohnungen verkaufen können.

Möglichkeiten bei Erwerb einer Schrottimmobilie

Wenn Sie im Besitz einer sogenannten Schrottimmobilie sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir haben Erfahrung in diesem Gebiet und können Ihnen in kürzester Zeit qualifizierte Lösungen für Ihr Problem bieten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Immobilienerwerb rückgängig zu machen oder die damit verbundenen Belastungen signifikant zu reduzieren. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, das Widerrufsrecht aufgrund einer fehlerhaften oder unzureichenden Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag geltend zu machen.

Rechtsgebiet

BK4

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